Gehroboter im Fokus der Forschung

exoskelettEkso Bionics ruft europaweite Studie ins Leben

Im Rahmen einer europaweiten klinischen Studie untersuchen neun führende Rehabilitationszentren ab sofort den Nutzen des „anziehbaren“ Gehroboters Ekso GT von Ekso Bionics in der Therapie querschnittsgelähmter Patienten. Die Ergebnisse der Studie sollen Auskunft darüber geben, welche Auswirkungen Ekso-assistiertes Gangtraining auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten hat und inwiefern es sekundäre Symptome bei Rückenmarksverletzungen, wie etwa neuropathische Schmerzen oder Inkontinenz, reduzieren kann.

Die Untersuchung, an der unter anderem das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Notwill, das Institut Guttmann in Madrid sowie die Klinik für Rückenmarksverletzungen im dänischen Hornbaek beteiligt sind, umfasst an die 70 Studienteilnehmer und hat eine Laufzeit von voraussichtlich 30 Monaten. Erste Ergebnisse werden bereits im kommenden Jahr erwartet.

 „Diese Studie ist wegweisend und die erste ihrer Art“, sagt Thomas Looby, Präsident und Chief Commercial Officer von Ekso Bionics. „Erste anfängliche Untersuchungen in der Vergangenheit haben bereits vielversprechende Ergebnisse erbracht. Jetzt ist es an der Zeit, einen umfangreichen Bestand an verlässliche Daten zu verschiedenen Behandlungsprotokollen und Klinikumgebungen aufzubauen.

Nur so kann sich der Ekso als Behandlungsstandart für die Reha von Patienten mit Rückenmarksverletzungen etablieren. Über die Zusammenarbeit mit solch renommierten Kliniken und Spezialisten sind wir besonders stolz, denn sie ebnen den Weg für einen großflächigen Einsatz von Exoskeletten.“

Koordinierendes Zentrum der Studie ist die Klinik für Rückenmarksverletzungen im dänischen Hornbaek, welche dem Rigshospitalet und dem Glostrup Hospital angegliedert ist. Studienleiter ist Fin Biering-Sorensen, Leiter der Abteilung für Rückenmarksverletzungen am Glostrup Hospital und Professor an der Universität von Kopenhagen. Biering-Sorensen war Präsident der International Spinal Cord Society (ISCoS) und hat die klinische Forschung im Bereich Rückenmarksverletzungen über viele Jahre wesentlich geprägt. Neben der Klinik für Rückenmarksverletzungen in Hornbaek sind folgende Kliniken und Rehabilitationszentren an der europaweiten Studie beteiligt:

 

  • Fundación Lesionado Medular (FLM), Barcelona, Spanien
  • Heliomare Revalidatiecentrum, Wijk aan Zee, Niederlanden
  • Institut Guttmann, Neurorehabilitation Hospital, Madrid, Spanien
  • Institutionen för medicin och hälsa (IMH), Universität Linköpings, Schweden
  • Spinalenheten, Akademiska Sjukhuset, Uppsala, Schweden
  • Sunnaas Sykehus HF, Oslo, Norwegen
  • Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ), Notwill, Schweiz
  • Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU), Deutschland

 

„Das Interesse an der Wirkung der Therapie mit Exoskeletten ist sowohl bei Ärzten als auch bei Patienten sehr groß. Die ersten Reaktionen auf die geplante Studie waren deshalb durchweg positiv“, sagt Professor Fin Biering-Sorensen. „Ich freue mich, eine Studie dieses Umfangs leiten zu dürfen, die nicht nur nachweisen will, wie Exoskelette in der Therapie von querschnittsgelähmten Patienten derzeit eingesetzt werden können, sondern auch untersucht, wie die Gehroboter möglicherweise die Lebensqualität der Patienten zu Hause verbessern.“

 

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