Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde, Foto: Marko Priske
Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde, Foto: Marko Priske

Zum 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, erinnert die Lebenshilfe an die etwa 300.000 behinderten und kranken Menschen, die in Europa während der NS-Zeit systematisch ermordet wurden. Sie gehörten zu den ersten Opfern,  an ihnen erprobten die Nazis den späteren millionenfachen Mord an den Juden. Das grausame „Euthanasie“-Programm verbarg sich hinter dem Decknamen T4 – benannt nach der Zentrale in der Berliner Tiergartenstraße 4, wo das Töten geplant und verwaltet wurde.

Dort gibt es seit September 2014 eine neue Gedenk- und Informationsstätte; sie liegt direkt an der Berliner Philharmonie.  Am 27. Januar werden hier um 16 Uhr Lebenshilfe-Vertreter einen Kranz niederlegen. Für Joachim Busch aus Lübeck – er ist Mitglied im Bundesvorstand und im Lebenshilfe-Rat der behinderten Menschen – ist nur schwer fassbar, dass damals Menschen als „lebensunwert“ aussortiert und einfach so getötet wurden. Dank der neuen barrierefreien Informationstafeln in der Tiergartenstraße kann er nun in leicht verständlicher Sprache nachvollziehen, was damals Schreckliches geschah. Busch: „Es ist wichtig, dass alle davon erfahren. So etwas darf nie wieder passieren! Ich und meine Freunde in der Lebenshilfe werden da aufpassen.“

Wer sich über dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte in einfacher Sprache informieren möchte, erhält einen Überblick im Lebenshilfe-Magazin vom März 2014 mit dem Titel „Die Morde in der Nazi-Zeit“. Das Magazin steht auch im Internet zur Verfügung unter www.lebenshilfe.de (Rubrik: Leichte Sprache). Darin gibt es Hinweise auf Bücher, Ausstellungen und Führungen durch Gedenkstätten – alles Angebote in leichter Sprache.

(pm)

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