Signal des Aufbruchs für Olympiabewerbung

OlympiabewerbungMit ihrem Themenschwerpunkt „Vielfalt für Olympia“ setzte die Frauen-Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ein beeindruckendes Signal des Aufbruchs für die deutsche Bewerbung Hamburgs um Olympische und Paralympische Spiele 2024. DOSB-Präsident Alfons Hörmann lobte ausdrücklich das Engagement von Frauen aus verschiedenen Bereichen des Sports und der Gesellschaft, die sich bereits zum dritten Olympiagipfel trafen. „Sie übernehmen Verantwortung und tragen zielstrebig ihren Teil dazu bei, dass die Bewerbung ein Erfolg wird. Dieses Engagement ist vorbildlich. Ich kann Sie darin nur ermutigen und unterstützen.“ DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung Petra Tzschoppe machte deutlich, dass Olympische und Paralympische Spiele mehr als eine Spitzensportveranstaltung sind, sondern alle gesellschaftlichen Bereiche mitnehmen und die Gesellschaft bewegen können.

Emotionen und Fakten: In der Diskussionsrunde brachten ehemalige, aktuelle und „künftige“ Spitzensportlerinnen ihre Eindrücke von Begegnungen mit Olympia und ihre Begeisterung für Olympia zum Ausdruck, unter anderem auch Sylvia Schenk, die 1972 als 800-Meter-Läuferin Olympische Spiele im eigenen Land erlebte. Schenk sprach vom großen Glück dieses Erlebens, aber auch vom Trauma durch das Attentat.

Vor allem aber setzte der Olympiagipfel wiederum einen Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit der Bewerbung, die auch als zentrale Botschaft in der Reform-Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verankert ist. „Wir müssen die Agenda 2020 leben und sie in allen Ländern immer weiter voranbringen, gerade auch, was die Beteiligung von Frauen und Mädchen am Sport betrifft“, sagte Claudia Bokel, Vorsitzende der IOC-Athletenkommission, „Deutschland kann da eine Vorreiterrolle spielen.“

Mit Olympischen Spielen können viele Themen bewegt werden: U.a. Sport für alle, Stadtentwicklung, Barrierefreiheit, die speziell durch die Paralympischen Spiele immer weiterentwickelt wird, positive Auswirkungen auf den organisierten Sport, indem durch Olympische Spiele bei jungen Leuten die Lust auf Mitarbeit geweckt wird. Die Frauen-Vollversammlung forderte dazu auf, mehr Bilder von dieser Vielfalt in der Öffentlichkeit zu zeigen. Denn Sportdeutschland lebt diese Vielfalt, was ganz aktuell die Sportvereine mit ihrem beeindruckenden Engagement für Flüchtlinge demonstrieren.

Daher setzte die Frauen-Vollversammlung auch ein Zeichen für ein Recht auf Menschenrecht und schloss sich der Kampagne „Menschenrechte“ an. „Wir sehen unsere Verantwortung auf allen Ebenen und in allen Funktionen, mitzuhelfen, die Situation von Flüchtlingen zu verbessern und dabei insbesondere Mädchen und Frauen in den Blickpunkt zu nehmen“, sagte Petra Tzschoppe, „hier sind wir gefragt, hier leistet Sportdeutschland, vor allem an der Basis der Vereine, zur Zeit eine ganz hervorragende und vorbildliche Arbeit.“

Zum Auftakt der Vollversammlung vergab der DOSB seinen Gleichstellungspreis 2015 an die Journalistin Bianka Schreiber-Rietig. Alfons Hörmann und Petra Tzschoppe überreichten der früheren stellvertretenden Sport-Ressortleiterin der Frankfurter Rundschau die Ehrung für ihren langjährigen Einsatz für die Gleichstellung von Mädchen und Frauen im Sport. Die frühere Nordische Kombiniererin und Skispringerin Magdalena Schnur bekam für ihr Engagement in erfolgreichen Projekten mit jungen Sportlerinnen den Gleichstellungs-Nachwuchspreis 2015.

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