DBS begrüßt IPC Verfahren zum Ausschluss von russischen Athleten

Paralympics-Medaillen
Niemand soll durch Doping leichter an die begehrten Medaillen kommen. Auch das IPC sagt illegalen Leistungssteigerungen für Rio den Kampf an. Foto: IPC

Der Deutsche Behindertensportverband bedauert die Entscheidung des IOC im Fall Russland und zeigt sich enttäuscht, dass das IOC der WADA-Empfehlung eines kompletten Ausschlusses russischer Athleten auf Basis der Erkenntnisse aus dem McLaren-Report nicht gefolgt ist. „Das ist ein deutlicher Rückschritt in der Dopingbekämpfung und ein trauriger Tag für den gesamten Sport. Das IOC hätte mit einer klaren Entscheidung die Chance gehabt, Fair-Play als Kerngedanken der Olympischen Spiele wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Doping ist Betrug und kann auch nicht durch einen Teilerlass behoben werden“, äußerte sich DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher am Montagmorgen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der DBS die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) ein Suspendierungsverfahren gegen das Nationale Paralympische Komitee Russland (NPC Russia) in Gang zu setzen: „Damit setzt der Paralympische Sport ein klares Zeichen und zeigt, dass im Gegensatz zum IOC die Null-Toleranz-Politik in der Dopingbekämpfung des Paralympischen Sports keine leere Worthülse ist“, so Beucher.  Das IPC hatte angekündigt, bis zum 1. August den Ausschluss vom NPC Russland zu prüfen. Damit wäre bis auf Weiteres eine Teilnahme der russischen Athleten an den Paralympischen Spielen in Rio ausgeschlossen sowie die Teilnahme an weiteren Internationalen Wettkämpfen überhaupt. Im Gegensatz zum IOC ist es dem IPC laut Regularien möglich, das gesammte NPC auszuschließen. Das IOC kann laut Olympischer Charta nur Einzelathleten ausschließen.

 

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