Ottobock und der deutsche Rollstuhlbasketball

Rollstuhlbasketball
v.l.: Ottobock-Pressesprecher Karsten Ley, Bundestrainer Nicolai Zeltinger, Ottobock-CMO Christin Gunkel, Ottobock- Geschäftsführer Norbert Aumann, DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher; vorn v.l.: Nationalspieler Björn Lohmann, Nationalspielerin Annika Zeyen. Foto: Ottobock

Der Fachbereich Rollstuhlbasketball im Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS) und Paralympics-Partner Ottobock sind auf einem gemeinsamen Weg. Das gilt für die Förderung der A-Nationalmannschaften im Rollstuhlbasketball, betrifft aber ebenso die technische Entwicklung von Basketballrollstühlen für den Leistungs- und den Freizeitsport von Menschen mit Behinderung. Bei einer Pressekonferenz auf der Fachmesse Rehacare in Düsseldorf haben DRS und Ottobock am Donnerstag verdeutlicht, warum diese Partnerschaft über Sponsoring weit hinausgeht. “Unsere Nationalmannschaften erreichen ein Millionenpublikum. Eine Grundlage dafür ist ein sehr ausgereiftes Ligasystem mit über 200 Mannschaften”, erklärte Nicolai Zeltinger, Trainer der Nationalmannschaft. „Um erfolgreich zu sein, ist die Qualität des Materials natürlich ungeheuer wichtig.” Das erhalten die DRS-Nationalmannschaften künftig von der Otto Bock Mobility Solutions GmbH.

Im Gegenzug unterstützen Mitglieder der Nationalmannschaften die Techniker von Ottobock bei der Suche nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten. „Die Rollstühle müssen perfekt an den Spieler angepasst werden, um die Behinderung so gut wie möglich zu kompensieren. Darum arbeiten wir eng mit den Technikern zusammen, bis das Ergebnis stimmt”, sagte Annika Zeyen, mit dem deutschen Frauenteam Goldmedaillengewinnerin in London 2012. “Die Förderung des Behindertensports ist für uns viel mehr als nur ein Sponsoring. Sie gehört fest zu unserem Unternehmen und ist ein Teil unserer DNA”, sagte Christin Gunkel, Geschäftsführerin für Marketing bei Ottobock. “ Wir wollen viele motivieren und durch unser Engagement unterstützen, Sport zu treiben.” Die exakte Anpassung des Rollstuhls an die individuellen Bedürfnisse des Spielers kann über Titel und Medaillen mitentscheiden.

“Wir reden hier nicht nur über den Spitzensport, sondern auch über den Freizeit- und Breitensport”, betonte auch Norbert Aumann, Geschäftsführer von Ottobock Deutschland. “Zum Besonderen am Rollstuhlbasketball gehört ja, dass Rollstuhlfahrer und Fußgänger in einer Mannschaft spielen. Das ist gelebte Inklusion. Sport ist ein idealer Weg, um Menschen zusammen zu bringen.” Die auf der Fachmesse Rehacare in Düsseldorf mit einem Handschlag offiziell begonnene Partnerschaft zwischen Ottobock und dem deutschen Rollstuhlbasketball ist langfristig angelegt. Der Vertrag läuft zunächst über zwei Jahre mit einer automatischen Verlängerung für eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Andreas Joneck

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