Rolling Chocolate scheitern in der ersten Runde des DRS-Pokals

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Trotz einer vor allem defensiv starken Leistung (im Bild Heidelbergs Neu-Center Ralf Schwarz im blauen Trikot vs. Bayreuths Center Sven Stübinger), scheiterten die Rolling Chocolate Heidelberg am Sonntag in Bayreuth in der 1. Runde des DRS Pokals. Foto: Rudolf Ziegler

Heidelbergs Rollstuhlbasketballer gewannen am vergangenen Sonntag, den 06.11.2016, zwar auswärts in Bayreuth gegen den Gastgeber und Regionalligisten RSV Bayreuth souverän mit 36:59, scheiterten aber nach einer bitteren 54:41-Niederlage gegen den ebenfalls gastierenden RSV Lahn-Dill 2 trotzdem in der 1. Runde des DRS-Pokals.

Die erste Partie des Pokal-Spieltages in der Wagner-Festspiel-Stadt Bayreuth bestritten die Neckarstädter gegen den zuvor in der Regionalliga stark auftrumpfenden und nun im DRS-Pokal Heimrecht genießenden RSV Bayreuth. Bereits in den ersten beiden Vierteln konnten die Rolling Chocolate einige Punkte zwischen sich und die kämpferisch starken Bayreuther legen (20:29). Den wendigen Bayreuther Center Wolfgang Böhme bekamen die Heidelberger trotz insgesamt sehr starker Defense-Leistung (nur 36 Punkte des Gegners im gesamten Spiel!) aber nie ganz in Griff und so beendete Böhme die Partie als Topscorer für seine Farben (16 Pkt.). Auf Seiten der Gäste vom Neckar lieferte Neu-Kapitän Sven Eckhardt mit insgesamt 20 Punkten eine bärenstarke Partie ab.

Schützenhilfe bekam Eckhardt zudem von dem erneut stark aufspielenden Flügelflitzer Christian Gumpert, der in beiden DRS-Pokal-Partien zweistellig scorte (10/12 Pkt.) sowie von seinem Center-Kollegen Ralf Schwarz, der in beiden Spielen auf stolze 12 Zähler kam. Obwohl der Bayreuther Center Sven Stübinger (11 Pkt.) einen sehenswerten Dreier quasi mit dem Buzzer zur Halbzeit versenkte und die hochmotivierten Hausherren aus Oberfranken aufopferungsvoll kämpften, setzte sich am Ende die spielerische Qualität und der bessere Matchplan des Zweitligisten vom Neckar durch. Doch der am Ende souveräne 36:59-Sieg hatte die Kirchheimer sehr viel Kraft gekostet und so stellte das nur eine Stunde später angesetzte zweite Pokal-Spiel gegen den RSV Lahn-Dill 2 eine besondere Herausforderung dar.

Die Lahnstädter versuchten den Jungen Wilden dann auch früh den Zahn zu ziehen und verteidigten in den ersten Minuten der Partie entsprechend aggressiv. Nach einer schnellen 8:0-Führung für den RSV kämpfte sich das Heidelberger Team von Headcoach Marco Hopp bis zum Ende des 1. Viertels zurück ins Spiel (16:16). Auch zur Halbzeit lag man aus Heidelberger Sicht immer noch in absoluter Schlagdistanz (30:24) und da das 3. Viertel zur ultimativen Defense-Schlacht mutierte (3:4 für Heidelberg!) musste das 4. Viertel die Entscheidung bringen. Im letzten Spielabschnitt revanchierten sich die sichtlich frischeren Wetzlarer, allen voran der diesmal nicht zu stoppende Center Felix Schell (20 Pkt.), dann endgültig für die knappe 65:60-Niederlage in der 2. RBBL Süd und schafften sich mit einem hart erspielten 54:41-Erfolg gegen am Ende abgekämpft wirkende Heidelberger die Grundlage fürs spätere Weiterkommen (37:71-Sieg vs. Bayreuth) im DRS-Pokal.

Im nun anstehenden Viertelfinale trifft das hessische Team von Trainer Daniel Stange Mitte Dezember auf den Erstliga-Aufsteiger ASV Bonn. „Schade ist, dass wir ein Heimspiel gegen einen Erstligisten gehabt hätten und somit unseren Fans ein vorweihnachtliches, sportliches „Bonbon“ hätten servieren können aber wie dem auch sei, meine Mannschaft hat heute alles aus dem Tank geholt, was eben drin war, doch am Ende hat es leider knapp nicht gereicht. Ich bin mit dem gesamten Auftreten meiner Mannschaft an diesem Pokalwochenende dennoch hoch zufrieden und die Enttäuschung über das Ausscheiden im DRS-Pokal sollte nicht lange währen, denn wir haben nun zwei enorm wichtige Auswärtsspiele in München (12.11.16) und St. Vith (26.11.16) vor der Brust“, lobte Headcoach Marco Hopp seine Rolling Chocolate Heidelberg trotz des bitteren Ausscheidens aus dem beliebten Pokalwettbewerb.

Johannes Ernst

 

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