Rolling Devils statten Besuch in Wetzlar ab

Foto (Armin Diekmann) vom Hinspiel: David Amend (hinten) sucht gegen Taz Capasso eine Anspielstation.
Foto (Armin Diekmann) vom Hinspiel: David Amend (hinten) sucht gegen Taz Capasso eine Anspielstation.

Am Samstagabend um 19:30 Uhr bestreitet Tabellenführer RSV Lahn-Dill bereits sein zweites von insgesamt drei Heimspielen binnen 27 Tagen. Zu Gast in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle wird dann der Aufsteiger FCK Rolling Devils aus Kaiserslautern sein, der bisher in der Liga für viel frischen Wind sorgen konnte. Mit ihm Gepäck der Pfälzer ist dabei der Wetzlarer Mark Beissert, der noch vor zwei Jahren das Trikot des RSV II in der 2. Bundesliga Süd trug.

Ohne Minimalbehinderung und damit ohne Chance auf eine internationale Spielberechtigung wechselte der 24-Jährige perspektivisch damals zu der rollenden Filiale des Traditionsklubs „Rote Teufel“ und stieg mit seinem neuen Team im vergangenen Sommer bereits in die höchste deutsche Spielklasse auf. Seitdem haben er und seine Teamkollegen für deutlich frischen Wind in der RBBL gesorgt und dabei bereits so etablierte Teams wie die BG Baskets Hamburg oder die Mainhatten Skywheelers auf die Verliererstraße geschickt.
Und auch der RSV Lahn-Dill tat sich beim 62:39-Hinspielerfolg Ende Oktober schwerer als es das nackte Ergebnis ausdrückt.

„Der Erfolg in Kaiserslautern ist uns nicht leicht gefallen und wir mussten uns deutlich mehr strecken als es uns vielleicht lieb war“, kommentiert RSV-Trainer Nicolai Zeltinger auch knapp drei Monate nach dem ersten Aufeinandertreffen beider Teams in der Geschichte der RBBL die Partie in der Pfalz kritisch. Nun kommen die Lauterer um den US-Coach Clifford Fischer, einst auch auf der Trainerbank in Zwickau zu finden, zu ihrem Premierenauftritt in Deutschlands Rollstuhlbasketball-Hauptstadt Wetzlar.

Der Aufsteiger kommt am Samstagabend mit durchaus namhaften Personal nach Mittelhessen. Topscorer der Rolling Devils ist der schweizerische Nationalspieler Philipp Häfeli, der bisher für 15,7 Punkte pro Spiel verantwortlich zeichnete. Ihm zur Seite stehen sein Landsmann Janic Binda, der belgische Nationalspieler Pieter Driess, der ehemalige thüringische US-Guard Taz Capasso oder aber der deutsche Auswahlspieler Matthias Heimbach. Der ehemalige Wetzlarer Mark Beissert ist mit bisher 13,0 Zählern pro Partie dabei der drittbeste Scorer der Gäste.

„Wir wollen die in Zwickau aufgenommene Fahrt gegen den FCK unbedingt fortsetzen und im Hinblick auf das schwere Restprogramm im Januar noch deutlich an Tempo zulegen“, gibt Zeltinger seinem Team für den Samstag die konsequente Marschrichtung eindeutig vor. Nach dem Gastspiel des interessanten Neulings in Wetzlar stehen für Michael Paye & Co. die für die Playoffs richtungsweisenden Partien in Thüringen und gegen Trier auf dem Programm. Und hierfür will der Titelverteidiger bereits am Samstagabend um 19:30 Uhr über die vollen 40 Minuten richtig Gas geben.

RBBL, 13. Spieltag: Köln 99ers – BSC-Rollers Zwickau, Mainhatten Skywheelers – BG Baskets Hamburg, RSV Lahn-Dill – FCK Rolling Devils, Jena Caputs – Goldmann Dolphins Trier (alle Sa.), Roller Bulls St. Vith – RSB Team Thüringen (So.).

Andreas Joneck

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