Was war das denn bitteschön…?

Rolling Chocolate Niederlage gegen Iguanas
Hochball zum Spiel. Foto: RBB München Iguanas

Keine Fortune für die SGK Rolling Chocolate auf fremden Parkett! Mit 70:46 kassierten die Rollis aus Heidelberg eine herbe Niederlage gegen die RBB München Iguanas. „Schokolade zur Primetime“, hieß es im Vorbericht zum Spiel der Iguanas und leider wurden die Heidelberger nach allen Regeln der Kunst auch tatsächlich vernascht. Schon zu Beginn des Spiels merkte Trainer Marco Hopp, dass dieser Spieltag so gar nicht an die zurückliegenden Begegnungen in der 2. RBBL erinnern würde. Zu viele vergebene einfache Ausstiege (Korbwürfe) , zu viele einfache Ballverluste, zu viele Turnover, keine Absicherung und eine Defensive mit zu großen Schnittstellen (Löchern), die die Leguane aus München gnadenlos ausnutzten und mit jedem Angriff den Heidelbergern einen weiteren Stich ins Herz versetzten. So stand am Ende des ersten Viertels ein ernüchterndes, doch nicht aussichtsloses 17:12 auf der Anzeigetafel.

Auch im zweiten Viertel bot sich den mitgereisten Freunden, Fans und den Spielern der Auxburg Basketz, die eine intensive Vereinsfreundschaft mit den Heidelbergern pflegen, kein besseres Spiel. Florian Mach einer der beiden Topcenter der Iguanas steuerte allein in der ersten Hälfte dieses Spiels 16 seiner insgesamt 24 Punkte bei und war der maßgebliche X-Faktor der Leguane. So ging es mit einer überschaubaren Hypothek von 9 Punkten Differenz zum 34:25 für RBB München in die Halbzeitpause.

Die Worte von Trainer Marco Hopp, im Spielaufbau ruhiger zu agieren, im Angriff verschiedene Set Play-Variationen aufzustellen, in der Verteidigung mehr Präsenz zu zeigen und miteinander zu reden, verhallten in den Katakomben des „Iguana Doms“.

Der zweite Spielabschnitt war für die „jungen Wilden“ Heidelberger wahrlich ein Desaster! Von der 23. bis zur 27. Minute gelang ihnen kein Korberfolg und die Leguane punkteten nach Belieben. Als ob die drohende Niederlage nicht schon genug schmerzte, versenkte nun jeder Iguana seinen Wurf in die Reuse der Heidelberger und versetzte dem Team um Mannschaftskapitän Andre Hopp ein ums andere Mal einen Stich in die jungen Heidelberger Spielerherzen. Somit sicherten sich die Leguane auch das dritte Viertel mit einem deutlichen 21:13 gegen frustriert wirkende Heidelberger.

Von der 32. bis zur 36. Spielminute schien die Reuse von RBB München wiederum ein unüberwindbares Hindernis zu sein und kein Schuss der SGK Rollis wollte seinen Weg ins Ziel finden. Die Resignation war nun auch in den Gesichtern der SGK Rolling Chocolate zu lesen und so war es nicht verwunderlich, dass schließlich auch das letzte Viertel mit 15:8 an den Gastgeber von der Isar ging und für die Chocolate eine ernüchternde 70:46 Niederlage von der Anzeigetafel prangte.

„Mit Phrasen wie „Mund abputzen und weiter geht’s!“ oder „So etwas kann mal passieren!“ und ähnlichen Sprüchen kann man hier nichts schönreden. Ich weiß selber noch nicht, woran es gelegen hat, dass wir heute so untergegangen sind. München wirkte alles in allem frischer, ausgeruhter, quicker, frecher und hungriger. Ich werde es nicht auf die lange, beschwerliche Anreise schieben, spielen wir doch nicht zum ersten Mal Rollstuhlbasketball. Ich bin mit diesem Resultat keineswegs zufrieden! Verlieren ja, aber das „wie“ ist hierbei entscheidend. Wir müssen schauen, ob es uns gelingt kurz vor dem Saisonfinale noch einmal Konzentration, Entschlossenheit und Kampfgeist zu mobilisieren und uns nicht auf diese Art und Weise von unseren treuen Anhängern aus dieser Saison zu verabschieden“, resümierte Heidelbergs enttäuschter Trainer Marco Hopp nach dem Spiel.

Für Heidelberg Punkteten: T. Gumpert 2, Scherke 2, Holzheu 2, Weiß, Ch. Gumpert 2, Vogt, Grubmüller 10, Panousis, Eckhardt 9, A. Hopp 19/1

(mh)

 

 

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