Mohnen & Co. stürmen ins Halbfinale der Weltmeisterschaft

Rollstuhlbasketball
Große Unterstützung durch den deutschen Fanblock im Mattamy Athletic Center. Foto: Mathias Keil

Im Kampf um den Weltmeisterschaftstitel bleibt die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen weiter ungeschlagen. Durch einen souveränen 70:25 (23:1/39:10/49:18)-Kantersieg im Viertelfinale über Frankreich ist die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki im kanadischen Toronto förmlich ins Halbfinale der WM gestürmt. Vor allem ein starkes erstes Viertel stellte die Weichen für den am Ende verdienten Tagessieg. Dabei avancierte Marina Mohnen mit 18 erzielten Punkten zur Topscorerin der Partie.
Von Beginn des ersten Viertels an untermauerten die deutschen Damen ihre Ambitionen auf den Halbfinaleinzug eindrucksvoll. Nach einem Blitzstart führte das Team um Kapitän Mohnen früh mit 12:1 (6.) und baute diese deutliche Führung über 21:1 (9.) bis zur Halbzeit kontinuierlich auf 29 Punkte Differenz zum 39:10 (20.) aus. Auch in Halbzeit zwei ließ die deutsche Auswahl keinen Zweifel mehr am Halbfinaleinzug aufkeimen. Zwar kamen die Franzosen nun offensiv etwas besser ins Spiel, doch die deutsche Offensive hielt den Vorsprung über 49:18 (30.) weiter konstant auf hohem Niveau und sicherte damit bis zur Schlusssirene nicht nur den deutlichen 70:25 Tageserfolg und damit den Einzug ins Halbfinale, sondern auch erneut mit Mareike Adermann den „Player of the Game“ Award.
„Es war das erwartet einfache Viertelfinale gegen die Französinnen, von denen ich mir etwas mehr Gegenwehr erwünscht hätte, um im Rhythmus zu bleiben. Heute konnte ich noch einmal allen zwölf Spielerinnen entsprechende Spielzeiten geben, ehe morgen im Halbfinale ein richtig dicker Brocken auf uns wartet“, fasst der Hamburger Glinicki das Spiel treffend zusammen.
Das Halbfinale bestreiten die ING-DiBa-Korbjägerinnen nun am heutigen Freitag gegen die USA, die sich im Viertelfinale gegen Großbritannien mit 53:41 durchsetzen konnten. Hochball für die Neuauflage des hochdramatischen WM-Endspiels von vor vier Jahren in Birmingham ist um 20 Uhr Ortszeit (Samstag, 2 Uhr MESZ) im Mattamy Athletic Center von Toronto.
Deutschland: Marina Mohnen (18, Köln 99ers), Gesche Schünemann (17, BG Baskets Hamburg), Mareike Adermann (15, BG Baskets Hamburg), Annabel Breuer (6, RSV Lahn-Dill), Annika Zeyen (6, BG Baskets Hamburg), Edina Müller (4, BG Baskets Hamburg), Linda Dahle (2, Hot Rolling Bears Essen), Simone Kues (2, BG Baskets Hamburg), Anne Brießmann (Mainhatten Skywheelers), Laura Fürst (RBB München Iguanas), Maya Lindholm (BG Baskets Hamburg), Johanna Welin (RBB München Iguanas).
Frankreich: Kathy Laurent (8), Angélique Pichon (5), Marianne Buso (4), Florence Doumesche-Guedoun (2), Oumy Fall (2), Emilie Menard (2), Fabienne Saint Omer-
Delepine (2), Sandrella Awad, Gaelle Bessière, Perrine Coste, Agnieszka Glemp-Etavard, Juliette Watine.

Andreas Joneck

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